[DJ-Blog Interview] Booming B. – JACK INVASION

boomingbPaderborn an einem Frühlingstag. Jackin’ House liegt in der Luft! Kein geringerer als Björn Hinzpeter aka Booming B. erzählt euch von der Jack Invasion  im exklusiven DJ-Blog Interview. Sein Profil: Er legt Platten seit 1994 und wurde schon sehr früh in seiner DJ Karriere von Little Louie Vega, Frankie Knuckles, DJ Sneak, Derrick Carter, Spencer Kincy und Terrence Parker inspiriert. Somit es ist nicht verwunderlich, dass er zu einem der wenigen Underground House Music DJs aus Deutschland wurde.

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Eine der wenigen Städte, wenn nicht sogar die einzige Stadt in Deutschland, in der Underground Funky Jackin´House gespielt wird, ist Paderborn. Booming B. gründete die Eventreihe “Jack Invasion”, die den Gästen im Cube Club ein Programm aus Deep, Jazzy, Jackin´ und Funky House präsentiert. Neben den Residents “Booming B. und Funk Akut” werden bei jeder Jack Invasion namhafte DJs aus dem Genre wie z.B.: Terrence Parker (Detroit), Fabio Bacchini (Rom), Kez YM (Tokio), oder JR from Dallas (Frankreich) und Louis Hughes (Manchester) gebucht.

Impressionen von der Jack Invasion

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JackInvasion_3Wie hast du Underground House für dich entdeckt ?
Na ja, ich höre und spiele nun seit ca. 1994 House Music und früher war halt alles underground glaube ich. Es war halt alles neu und frisch damals und dadurch automatisch underground music. Und ich höre heutzutage eigentlich noch den gleichen Sound wie immer, nur das elektronsiche Musik mitlerweile nicht nur gesellschaftsfähig geworden ist, sondern vielmehr die letzten 10 Jahre kommerziell ausgepresst wurde wie kaum eine andere Musik. Ich meine, ganz ehrlich gesagt, welche Shampoo oder Schuh Werbung kommt noch ohne elektronische Musik im background aus?

Wie kommt das doch recht unbekannte Genre Jackin House bei den Deutschen Clubbesuchern an?
Im Grunde genommen schon sehr gut, aber man darf auch nicht vergessen, das wir bei der Jack Invasion kaum Laufpublikum haben, sondern vielmehr mitlerweile ein Stammpublikum das eben explizit wegen der Musik kommt. Ansonsten weis ich nicht wie Jackin´House Sounds bei den deutschen Clubbern ankommt, daher es ja eigentlich nirgends wirklich gespielt wird, oder!?

Überzeugt euch selbst davon, wie es bei der Jack Invasion abgeht:

JackInvasion_4Neben dem Spaß am Auflegen willst du mit der Jack Invasion doch sicher was bewirken! Möchtest du Jackin House in Deutschland bekannter machen? Welches Ziel hat für dich die Underground House Eventreihe?
Also die Jack Invasion habe ich ehrlich gesagt glaube ich aus dem Mangel an guter Musik und DJs gegründet. Mein Grundgedanke war halt irgendwann, dass wenn wir nicht wieder anfangen die Club Gänger musikalisch zu erziehen, wir irgendwann nur noch abgestumpfte Roboter auf den Tanzflächen haben und sich selbst feiernde und darstellende, aber nicht wirklich etwas könnende DJs hinter irgendwelchen Konsolen. Und ganz ehrlich gesagt, guck Dir doch mal die Clublandschaft der letzten Jahre an, wenn wir da eine Reflektion betreiben, dann gibt es den Plattenspieler als künstlerisches Medium leider kaum noch und das Publikum weis nicht viel mehr über elektronische Musik, wie wenn der Bass einsetzt schreie und tanze ich los. Na wenn das unsere zukünftigen Club Gänger und DJs sind, dann können wir auch gleich Roboter und Maschinen nehmen und das ist definitiv nicht der Gedanke der unter anderem in der Motor City (Detroit) in den späten 80ern geboren wurde…

Impressionen von der Jack Invasion

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Für zwei Jahre hast du in Chicago gelebt. Viele Jackin’ House Fans beneiden dich sicherlich dafür. Wie hat dir die Szenestadt gefallen?

Na ganz klar super gut! Musikalisch ist es nun mal das Mecca der House Music und wird es wahrscheinlich auch immer bleiben, denn House Music ist dort geboren und das merkt man einfach. Aber ich glaube die Essenz ist, dass wenn man sowas als Ausbildung sehen kann, dann habe ich die beste Ausbildung genossen, die man bekommen kann! ;-)

JackInvasion_2Du bist nicht nur als DJ, sondern auch als Produzent aktiv: Zusammen mit John Daminato hast du eine EP auf dem Label Itch’n'Sniff released. Gibt es bald neue Musik von dir?

Als richtigen Produzenten würde ich mich nicht bezeichnen. Ich habe mit der technischen Hilfe von John Daminato, mit dem ich das Label betreibe, einen track fertig stellen können. Ich habe zwar selbst das Konzept ausgearbeitet und die samples besorgt und geschnitten und wir haben uns den track dann immer back and forth geschickt, aber wenn es dann wirklich drauf ankam, hat er schon das Ruder übernommen und die passende Qualität ins Projekt gedrückt! Ohne seine Hilfe hätte ich keinen eigenen track released glaube ich, aber klar finde ich gerade meinen Weg in diese Gefilde und es wird auch definitiv dieses Jahr noch was neues zu hören geben. Wann und was kann ich zum jetzigen Zeitpunkt aber echt nicht sagen.

Ein exklusiver Preview des aktuellen Itch’n'Sniff Release:

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Fabio Bacchini – Abracadabra

Fabio Bacchini – Abracadabra (Johannes Albert Wicked Waffle Mix)

Fabio Bacchini – Abracadabra (John Daminato Disco Reconfigured Mix)

Fabio Bacchini – Abracadabra (Terrence Parker Old School 90s Mix)

Wann ist die nächste Jack Invasion? Kannst du schon sagen welche DJs als nächstes gebucht werden?
Die nächste Jack Invasion ist am Mittwoch, dem 02. Juni. Das ist der Tag vor dem Feiertag, Fronleichnam. Als Gast haben wir diesmal das Paderborner Urgestein “Mark Brain” am Start. Mark hat sich mit seinen Releases auf Alphabet City, Turning Wheel und House Nation schon Gigs auf der ganzen Welt erspielt. Und wenn er auch eher für seine energiegeladenen Techno Sets bekannt ist, so hat er trotzdem tiefe Wurzeln im House Bereich und ich bin froh, dass er dies im Juni mal wieder ausleben wird.

Impressionen von der Jack Invasion

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Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit der Jack Invasion und bedanke mich für das Interview!

Auf gehts zur nächsten Jack Invasion!

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Weitere Informationen zur Jack Invasion und Booming B. unter:

http://www.myspace.com/jackinvasion
http://www.myspace.com/boomingb
http://www.myspace.com/itchnsniffrecords
http://soundcloud.com/housin_b

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[DJ-Blog Interview] mit Rick Neumann – Shak Digital/Shak Street und Shaker Plates

Shak Digital – House Music wie sie war und wie sie sein sollte

Kaum ein anderes Label in Deutschland released so viele EPs im Musikstil “Jackin House” wie Shak Digital. Vielleicht spielt es in unserer globalisierten Welt keine Rolle mehr, ob ein Label direkt aus Chicago oder aus Deutschland agiert. Bei Shak Digital haben schon viele internationale Künstler ihre Musik released: The Sound Diggers, JR From Dallas, Erik Bo, Quirk Burglars, Tracy Cooper, Sun City Hustlers, Tom Drummond – um nur ein paar zu nennen.

Rick Neumann, Produzent, der Labelchef von Shak Digital Records, Shak Street und Shaker Plates erzählt uns, wie das Label entstanden ist, von seinen eigenen Produktionen und welche Zukunftspläne er hat.

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Deutsche DJs und Produzenten im Bereich Deep, Jazzy, Jackin und Funky House sind rar. Wie kam es zur Gründung von Shak Digital?

Ich habe quasi aus der Not eine Tugend gemacht, denn als ich 2005/2006 meine ersten selbstproduzierten Stücke fertig hatte, hab ich diese natürlich auch meinen Favorit-Labels zur Veröffentlichung angeboten. Jedoch wollte keines diese aus heutiger Sicht zwar infantilen aber charmanten Stücke veröffentlichen.

Im Endeffekt hab ich die Sache dann selbst in die Hand genommen und meine Stücke mit zusätzlichen Remixen von befreundeten Künstlern beim amerikanischen digital vertrieb stompy.com veröffentlicht und so wurde Shak Digital, ursprünglich als Vertrieb für meine eigenen stücke gedacht, im Sommer 2006 geboren.

Weitere Vertriebe wie Beatport und Traxsource folgten bereits wenig später und aufgrund der ersten Erfolge erhielt ich Anfragen von anderen Künstlern auf meinem Label zu veröffentlichen.

Wenig später sind dann meine eigenen Produktionen mehr und mehr in den Hintergrund geraten und Shak Digital etablierte sich als reines Label.

Wie hast du es geschafft, einige der besten Jackin House Produzenten unter Vertrag zu nehmen? Verrätst du uns dein Erfolgsrezept?

Erfolg kann man leider nicht planen und auch nicht erzwingen.

Mit „Shak“ biete ich Talenten ein Sprungbrett in den Focus, indem ich Songs von teils vollkommen unbekannten Künstlern mit Remixen von bereits seit 10 und mehr Jahren etablierten Acts veröffentliche.

Damit erhalten ihre Produktionen bedeutend mehr Beachtung und es macht sie natürlich auch stolz gemeinsam auf einer Veröffentlichung mit Szenegrößen wie James Curd oder Da Sunlounge zu sein.

Künstler wie Erik Bo aus Frankreich, der in den letzten 15 Monaten richtig durchgestartet ist, und auch Tom Drummond aus Australien haben zum Beispiel auf Shak Digtal ihr Debut gegeben und werden jetzt von anderen Labels massiv gesignt und starten ihre eigenen Labels.

Und trotzdem vielen jetzt die Türen geöffnet sind, kommen die Künstler gern zu meinem Label zurück, was dann für mich wiederum Bestätigung ist vieles richtig gemacht zu haben.

Jedoch habe ich mittlerweile Probleme die zahlreichen Releases zeitnah zu veröffentlichen, weshalb mir seit diesem Frühjahr das „Shak Street“ Label fortan dabei hilft.

Warum hast du zusätzlich zu Shak Digital und Shak Street auch noch Shaker Plates gegründet?

Nun Shaker Plates bewegt sich auf vollkommen anderem Terrain wie die beiden „Shak Labels“ und fungiert auch unabhängig von ihnen.

Mit Shaker Plates habe ich bereits 2 Vinyls veröffentlicht, die mehr in den „techhousigen“ Bereich zielen.

Stücke, die glaube ich von dem Shak Digital und Shak Street Käufern nicht unbedingt favorisiert werden.

Allerdings ist Shaker Plates auf dem besten Wege sich auf dem härteren Vinylmarkt zu etablieren und ich bin schon heute sehr gespannt, wie die nächste scheibe mit Sascha Braemer und Lopazz Beteiligung angenommen würd. Für die Jackin Freunde sei erwähnt das Nick Maurer, der Sänger der Greenskeepers Band an den Vocals zu hören sein würd.

Jackin House ist in Deutschland sehr unbekannt. Und das obwohl die Musik hier sehr gefragt ist! Wenn ich auf Partys auflege, werde ich immer und mehrmals gefragt: Von wem ist der Track denn? Und nach meiner Antwort folgt immer ein erstauntes: “Von dem hab ich noch nie was gehört”. Glaubst du, dass sich der Musiktrend in Clubs sich in Zukunft von Minimal/Electro wieder in die Richtung Deep, Jazzy, Jackin und Funky House bewegen wird?

Ich glaub ja. Speziell in diesem Jahr sind viele Minimal Produktionen mit organischen Samples, sprich Saxophon oder ähnlichem veröffentlicht wurden. Was bei DJs und Partygängern den Horizont zu mehr Chicago beeinflusstem House wieder geöffnet hat. Nicht ohne Grund werden mittlerweile Chicago DJs wie Derrick Carter oder Sneak wieder regelmäßig in Deutschland, der Minimalhauptstadt, gebucht und diese Partys sind gerammelt voll.

Allerdings wunder ich mich auch immer wieder wie wenige, für mich hochrangige, Produzenten und DJs in Deutschland bekannt und anerkannt sind.

Welche Zukunftsvisionen hast du, wenn du an deine Labels und deine eigenen Produktionen denkst?

Für meine eigenen Labels hab ich eigentlich nur das Ziel die Qualität hoch zu halten und gleichzeitig dabei den Spaß an der Sache nicht zu verlieren. Für meine eigenen Produktionen bin ich zurzeit voll und ganz auf Kollaborationskurs und es werden in naher Zukunft auch wieder Tracks mit meiner Beteiligung erscheinen.

Da wäre zum einen die bereits erwähnte nächste Shaker Plates platte und dann ist da noch ein Projekt namens Johnny Karton in den Startlöchern. Johnny ick grüß dir hiermit!

Vielen Dank für das Interview!

Weitere Infos zu Rick Neumann und den Labels:

http://www.myspace.com/rickneumannmusic

http://www.myspace.com/shakerplates

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WMC 09 – Interview with Bryan Jones

Viel Spaß beim Ansehen!

Quelle:
http://www.youtube.com/watch?v=TU4oDyoKiP0
(Noch ein Dankeschön geht raus an Zen, der mir diesen Link geschickt hat.)

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[DJ-Blog Interview] Joe Silva (Neves Music)

The Canadian music producer and DJ Joe Silva amazed me with his new song “Can’t hold back” (feat. Pucona). It’s the second release on his own label “Neves Music”.

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When did you start DJing and how did you develop your passion for house music?

I had fallen in love with house music in the early ’90’s. In Canada, where I live, clubs didn’t play the music as loud or with such good sound systems as in European cities. So when I first heard the sound system at Kremlin in Lisbon, it was a life changing moment for me. I saw the effect that the music was having on people. It was a very liberating and positive experience. I wanted to make music like that.

I was already writing tracks just for fun so when I returned home, I started writing house tracks. In ‘95 I began releasing them on my own label Purespace Records, under the name X Nation. I had four vinyl releases and then started releasing my tracks on other labels.

Around the same time I bought two old Technic 1200’s, which I still have, and started buying records. My first payed DJ gig was new years eve 1999.


Some of your productions were released on well known labels like Guesthouse, Nordic Trax and Lunatic Jazz. Why did you decide to establish your own label Neves Music?

I’ve always been a do-it-yourself personality. I like to know and understand all the details of everything. So it was natural for me to want to do it all myself in releasing music.

The internet makes it easier but it’s still very difficult to get noticed as a small digital label. For me it doesn’t matter. I’m not trying to sell lots of music. I just want to have the music available.

Why did you choose the name “Neves” Music for you label?

Neves means “snow” in Portuguese. There’s lots of it where I live in Canada, so it seemed like a good choice. My previous label was Purespace, but I use that name for my film scoring work now.

In the last eight years you produced different styles of house music. Some of your tracks are funky, some are deep or jazzy and some have influences of tech house. I think you combined these music styles in Cant Hold Back very good. In which musical direction will your next production lead?

Tech house is mainly what I like to produce. I bounce back and forth between funky warm grooves and darker tech stuff.

I’m working on the next EP which I’m doing with an talented R&B singer named Flo. That may have a darker sound to it and may include a downtempo cut as well. Should be released summer 2009.

Could you tell us some of your tour dates?

I don’t have any DJ tours planned. I enjoy DJ’ing locally but I’m more interested in producing for now.

Is there anything else you want to tell us?

Yes, you can find out about the latest Neves Music releases on my website nevesmusic.com and you can download my DJ sets at nevesmusic.com/mixes

Thank you for the interview Joe. I can’t wait to hear new music on neves music.

It was my pleasure. Thank you for your interest.

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